Ein risikobasierter Qualifizierungsrahmen für Technik, Lieferantenqualität und technischen Einkauf
Ein Lieferant für kontrolliertes Verfestigungsstrahlen (Shot Peening) an kritischen Bauteilen ist anhand des konkreten Vertragsumfangs, eines machbaren und qualifizierten Fertigungswegs sowie repräsentativer Ausführungsnachweise auszuwählen. Ein Zertifikat oder eine Akkreditierung unterstützt die Entscheidung, ersetzt aber nicht die Prüfung von Rechtseinheit, Standort, veröffentlichtem Umfang, Spezifikationsrevision, Bauteilfamilie, Kundenfreigabe, Prozesskontrollen und Aufzeichnungen.

Warum ist die Lieferantenauswahl eine technische Entscheidung?
Der geforderte Randschichtzustand lässt sich normalerweise nicht mit einer einzigen abschließenden Sichtprüfung bestätigen. Vertrauen entsteht aus einem verbundenen System: korrekte Weitergabe der Anforderungen, machbarer Zugang und Maskierung, beherrschte Strahlmittel und Anlagen, verifizierte Almen-Intensität, abgenommener Bedeckungsgrad, qualifiziertes Personal, Rückverfolgbarkeit, Abweichungslenkung und autorisierte Lieferfreigabe.
Die Tiefe der Qualifizierung muss sich an den Folgen eines Fehlers orientieren. Ein Entwicklungsmuster und ein flugkritisches Serienbauteil benötigen nicht denselben Nachweisumfang. Kritikalität, Freigabebefugnis und Aufzeichnungen sollten vor dem Angebotsvergleich feststehen, damit alle Lieferanten dieselbe Verpflichtung kalkulieren und qualifizieren.
Wann gilt ein Bauteil für die Lieferantenqualifizierung als kritisch?
Kritikalität liegt vor, wenn ein unbeherrschter Prozesszustand Sicherheit, Ermüdungsverhalten, Maßhaltigkeit, Montage, behördliche oder kundenspezifische Konformität oder Programmstabilität beeinträchtigen kann. Sie kann aus der Bauteilfunktion, Zeichnungsangaben, besonderen Merkmalen, den Folgen eines Fehlers oder der eingeschränkten Prüfbarkeit des Endergebnisses entstehen.
- Bearbeitungs- und Ausschlusszonen, Werkstoff- und Wärmebehandlungszustand, Geometrie, Intensität, Bedeckungsgrad und maßgebende Dokumente definieren.
- Folgen von Unterbehandlung, übermäßiger Beaufschlagung, Oberflächenschaden, Verunreinigung oder fehlender Rückverfolgbarkeit bewerten.
- Messbare Prozessnachweise von unbelegten Konstruktionsaussagen wie einem garantierten Lebensdauerfaktor trennen.
- Festlegen, welche Entscheidungen bei der Konstruktionsstelle verbleiben und was der Verarbeiter vorschlagen darf.
- Abnahme-, Eskalations- und Abweichungsbefugnis vor Versuchen oder Serienfertigung zuordnen.
Was muss vor der Angebotsanfrage feststehen?
Eine undefinierte Verpflichtung lässt sich nicht einheitlich qualifizieren. Erforderlich sind aktuelle Bauteil- und Zeichnungsrevision, Rangfolge der Vertragsdokumente, Werkstoff- und Wärmebehandlungszustand, gekennzeichnete Bearbeitungs- und Ausschlusszonen, vollständige Prozessanforderungen, Mengen- und Chargenstruktur, Nachweispaket, Verpackung, Zieltermine und Regeln zur Änderungsmitteilung. Fehlende Angaben sind als gelenkte offene Punkte zu führen; Lieferantenannahmen dürfen nicht unbemerkt zu Konstruktionsanforderungen werden.
Nach welchen Kriterien ist ein Lieferant zu bewerten?
Kein Einzelkriterium belegt die Eignung. Die Nachweise müssen zeigen, dass der Lieferant die Anforderung versteht, den Fertigungsweg entwickeln und aufrechterhalten, eine Charge rekonstruieren sowie Unterbrechungen und Änderungen ohne Verlust der Freigabegrundlage beherrschen kann.
| Kriterium | Prüffrage | Repräsentativer Nachweis |
|---|---|---|
| 1. Vertragsumfang | Kann der Standort Zeichnung, Revision, Spezifikation und Kundenklauseln vollständig erfüllen? | Umfangsprüfung, Ausnahmeliste und Status als zugelassene Bezugsquelle |
| 2. Technisches Verständnis | Kann der Lieferant Ziel, Grenzen, Risiken und konstruktionsbestimmende Entscheidungen erläutern? | Technische Prüfung und gelenkter Klärungsnachweis |
| 3. Machbarkeit und Entwicklung | Sind Zugang, Maskierung, Vorrichtung, Bewegung und Validierung vor Freigabe geklärt? | Machbarkeitsprüfung, Versuchsplan und Nachweis der Prozessentwicklung |
| 4. Almen-Intensität | Wie wird die Intensität für die maßgebende Anforderung ermittelt und verifiziert? | Geeignete Almen-Prüfmittel, Aufbau sowie Sättigungs- oder Verifizierungsaufzeichnungen |
| 5. Bedeckungsgrad | Wie wird die festgelegte Bauteilfläche abgenommen? | Freigegebene Methode, Grenzprüfung, Vergleichsstandard und Aufzeichnungen |
| 6. Strahlmittelkontrolle | Wie werden Art, Größe, Härte, Form, Zustand und Verunreinigung beherrscht? | Spezifikation, Prüfung, Trennung sowie Nachweise zur Ergänzung des Betriebsgemisches |
| 7. Anlagenbeherrschung | Unterstützen Konfiguration, Überwachung, Instandhaltung und Kalibrierung den Fertigungsweg? | Anlagenverzeichnis, Status, Programme und Reaktionsnachweise |
| 8. Personalqualifikation | Sind Entwicklung, Fertigung und Prüfung fachlich befähigt und autorisiert? | Qualifikationsmatrix, Schulungs- und Autorisierungsnachweise |
| 9. Rückverfolgbarkeit | Lässt sich eine Charge vom Wareneingang bis zur Lieferfreigabe rekonstruieren? | Verknüpfung von Laufkarte, Anlage, Bediener, Strahlmittel, Verifizierung und Prüfung |
| 10. Abweichungslenkung | Werden Unterbrechungen, Abweichungen und Fehler eingegrenzt und korrekt freigegeben? | Abweichungsbericht, Verwendungsentscheid, Sonderfreigabe, Korrekturmaßnahme und Meldung |
| 11. Änderungslenkung | Welche Änderungen lösen technische Prüfung, Requalifizierung oder Kundeninformation aus? | Verfahren und repräsentative Änderungshistorie |
| 12. Qualitätssystem | Passen Zertifikat, Rechtseinheit, Standort und Geltungsbereich zur Forderung? | Aktuelles Zertifikat, Aussteller und Geltungsbereich |
| 13. Prozessakkreditierung | Liegen Tätigkeit und Standort bei vertraglicher Forderung im veröffentlichten Umfang? | Aktueller Akkreditierungsnachweis, QML-Eintrag und Kundenprüfung |
| 14. Kapazität und Ausfallsicherheit | Kann der Lieferant Versuche, Anlauf, Serie und Störungen beherrschen? | Kapazitätsgrundlage, Instandhaltungsfenster und Notfallplan |
| 15. Zusammenarbeit | Sind Annahmen, Risiken, Änderungen und Eskalation vor Beginn zugeordnet? | Benannte Ansprechpartner, Prüfrhythmus und Eskalationsweg |
Tabelle 1. Fünfzehn verbundene Kriterien ordnen jeder Qualifizierungsfrage einen repräsentativen Nachweis zu.
Eine Punktbewertung ist erst sinnvoll, nachdem Ausschlusskriterien festgelegt wurden. Ein Fehler bei Vertragsumfang, erforderlicher Freigabe, Prozessbeherrschung oder Rückverfolgbarkeit darf nicht durch hohe Bewertungen bei Kommunikation, Preis oder allgemeiner Qualitätssystemreife verdeckt werden.
Wie sind Zertifizierung, Nadcap und Kundenfreigabe einzuordnen?
Qualitätssystemzertifizierung, Nadcap-Akkreditierung, Kundenfreigabe und qualifizierter Fertigungsweg beantworten unterschiedliche Fragen. Werden sie gleichgesetzt, entsteht eine unzutreffende Freigabegrundlage.
| Nachweisart | Wofür sie steht | Was zusätzlich zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Qualitätssystemzertifizierung | Konformität des Managementsystems innerhalb des Zertifikatsumfangs | Konkrete Fähigkeit zum Verfestigungsstrahlen, Standort, Fertigungsweg und Vertragserfüllung |
| Nadcap-Akkreditierung | Prozessbezogene Luft- und Raumfahrtakkreditierung für Organisation, Standort und veröffentlichten Umfang | Aktuelle Gültigkeit, anwendbarer Umfang, Kundenforderung und Bauteilbezug |
| Kundenfreigabe | Autorisierung im organisationsspezifischen Freigabesystem | Grenzen nach Standort, Prozess, Programm, Bauteilfamilie und Gültigkeit |
| Qualifizierter Fertigungsweg | Beherrschte Methode und Nachweise für ein definiertes Bauteil oder eine Bauteilfamilie | Revision, Änderungsbefugnis, aktuelle Anlage und Serienfreigabe |
Tabelle 2. Jede Nachweisart unterstützt einen anderen Teil der Lieferantenentscheidung.
Nadcap ist ein von der Industrie getragenes Akkreditierungsprogramm für kritische Prozesse in den Lieferketten der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigungsindustrie. Ist die Akkreditierung vertraglich gefordert, sind Lieferant, Standort, Gültigkeit und anwendbarer Umfang über PRI EAN und die Qualified Manufacturers List zu prüfen. Die Akkreditierung zertifiziert kein Produkt und erteilt keine automatische Freigabe für jedes Bauteil, Programm oder jede Kundenanforderung.

Welche Prozessnachweise sind zu prüfen?
- Anforderungsprüfung mit Zeichnung, Revision, Kundenklauseln, Ausnahmen und Freigabeweg.
- Machbarkeits- oder Entwicklungsnachweis zu Zugang, Maskierung, Vorrichtung, Bauteilbewegung, Strahlmittelzufuhr, Verformung und Prüfbarkeit.
- Nachweis der Almen-Intensität mit dem von der maßgebenden Spezifikation geforderten Aufbau und Verfahren.
- Bedeckungsgradnachweis für die vollständige festgelegte Fläche einschließlich Grenzen, Übergängen und schwieriger Geometrie.
- Strahlmittelaufzeichnungen zu Identität, Größenverteilung, Form, Härte, Zustand, Trennung und Verunreinigungsreaktion.
- Gelenkte Arbeitsunterlagen mit Zuordnung zu Anlage, Programm, Bediener, Prozessverifizierung und Prüfstatus.
- Repräsentative Unterbrechungs-, Abweichungs-, Fehler- und Änderungsaufzeichnungen mit autorisiertem Verwendungsentscheid.
- Abschlussunterlagen, die die gelieferte Charge mit dem freigegebenen Fertigungsweg und den geforderten Nachweisen verbinden.
Verfahren beschreiben die beabsichtigte Beherrschung; repräsentative Aufzeichnungen zeigen die tatsächliche Ausführung. Die Nachweisanforderung soll den behaupteten Umfang prüfen, ohne sachfremde kundengeschützte oder vertrauliche Informationen zu verlangen.
Wie sind Intensität, Bedeckungsgrad und Strahlmittelkontrolle zu bewerten?
Diese Merkmale sind getrennte Elemente desselben Prozesssystems. Die Almen-Intensität charakterisiert den qualifizierten Strahl unter dem anwendbaren Aufbau. Der Bedeckungsgrad bewertet die Einschlagspuren auf der festgelegten Bauteilfläche. Die Strahlmittelkontrolle beherrscht den physikalischen Prozesseingang, der beide Ergebnisse beeinflusst.
Ein konformes Intensitätsergebnis belegt weder vollständigen Bedeckungsgrad noch ein bestimmtes Eigenspannungsprofil oder eine Lebensdauer. Ein konformer Bedeckungsgrad belegt nicht die Einhaltung der Intensität. Der Lieferant muss zeigen, wie jeder Nachweis ermittelt, abgenommen, aufgezeichnet und dem Fertigungsweg zugeordnet wird.
Was sollte ein technisches Lieferantenaudit verifizieren?
Ein repräsentativer Auftrag ist durch den tatsächlichen Ablauf zu verfolgen; eine reine Verfahrensprüfung im Besprechungsraum genügt nicht. Anforderungen sind von Angebot und Bestellung über Planung, Fertigung und Prüfung bis zur Lieferfreigabe zurückzuverfolgen. Das Personal sollte Almen-Verifizierung, Bewertung des Bedeckungsgrades, Strahlmittelprüfung, Parameterschutz, Stoppbedingungen und Reaktionspläne erläutern und demonstrieren können.
Schriftliche Verfahren sind mit Anlagenstatus, Arbeitsanweisungen und ausgefüllten Aufzeichnungen abzugleichen. Der Lieferant muss rekonstruieren können, wer die Charge bearbeitet und geprüft hat, welche Anlage und welches Programm verwendet wurden, welche Strahlmittel- und Verifizierungsergebnisse galten, wie Unterbrechungen behandelt wurden und wer die Freigabe erteilte.
Wie sind Abweichungen und Änderungen zu bewerten?
Repräsentative Fälle sollten Eingrenzung, technischen Verwendungsentscheid, Kundeninformation, Ursachenanalyse, Korrekturmaßnahme und Wirksamkeitsprüfung zeigen. Interne Nacharbeit oder erneutes Verfestigungsstrahlen darf keinen Verwendungsentscheid ersetzen, der dem Kunden oder der Konstruktionsstelle vorbehalten ist.
Änderungen an Standort, Anlage, Schleuderrad- oder Düsenanordnung, Vorrichtung, Maskierung, Strahlmittel, Software, Bewegung, Prozessfolge, Abnahmemethode oder Untervergabe können den qualifizierten Fertigungsweg beeinflussen. Der freigegebene Änderungsplan muss Prüfung, Requalifizierung, Mitteilung und Genehmigung vor Umsetzung regeln.
Wie sollten Bewertung und Freigabe funktionieren?
| Entscheidungsklasse | Behandlung | Typisches Ergebnis |
|---|---|---|
| Ausschlusskriterium | Vertragsumfang, erforderliche Freigabe, Prozessbeherrschung, Rückverfolgbarkeit oder ungeklärtes Sicherheitsrisiko | Keine Vergabe bis zum dokumentierten Abschluss |
| Risikogewichtete Bewertung | Tiefe der Fähigkeit, Ausfallsicherheit, Kommunikation und kaufmännische Bereitschaft | Rangfolge nur unter Lieferanten, die alle Ausschlusskriterien erfüllen |
| Offener Punkt | Information kann ohne Änderung der technischen Grundlage beschafft werden | Verantwortliche Stelle, Termin und Freigabeweg dokumentiert |
| Bedingte Freigabe | Ein begrenzter Umfang oder gestufter Nachweis ist durch die zuständige Stelle ausdrücklich zugelassen | Schriftliche Einschränkung, Überwachung, Freigabebefugnis und Abschlusskriterium |
Tabelle 3. Ausschlusskriterien verhindern, dass eine kritische Schwäche im Mittelwert verschwindet; die Punktbewertung unterscheidet anschließend nur Lieferanten, die alle Mindestbedingungen erfüllen.
Eine bedingte Freigabe sollte die Ausnahme bleiben, zeitlich begrenzt und eindeutig sein. Autorisierter Umfang, fehlender Nachweis, Überwachung, Freigabebefugnis und Abschluss- oder Ablaufkriterium sind schriftlich festzulegen.
Wie sind Kapazität und Versorgungssicherheit zu bewerten?
Kapazitätsangaben müssen zur vorgesehenen Bauteilfamilie, Chargenstruktur, Rüstzeit, Instandhaltungsplanung, Prüfung und Freigabe passen. Zu bewerten sind Engpässe wie besondere Vorrichtungen, eine einzige qualifizierte Anlage, begrenzte Prüfkapazität oder externe Laborleistungen. Die Notfallplanung sollte Anlagenstörung, Strahlmittelverfügbarkeit, Schlüsselpersonal, Zugriff auf Aufzeichnungen und die Kundenfreigabe eines alternativen Fertigungswegs berücksichtigen.
Häufig gestellte Fragen
Reicht ein Qualitätszertifikat zur Freigabe eines Lieferanten aus?
Nein. Es unterstützt die Bewertung des Managementsystems, belegt aber nicht den konkreten Standort, die Anlagen, Strahlmittelkontrollen, den Bauteilprozess, die Kundenfreigabe oder die vom Vertrag geforderten Ausführungsnachweise.
Gibt eine Nadcap-Akkreditierung jeden Auftrag zum Verfestigungsstrahlen frei?
Nein. Nadcap ist eine Akkreditierung und keine Produktzertifizierung. Bei vertraglicher Forderung sind Organisation, Standort und anwendbarer Umfang im aktuellen PRI-System zu prüfen; kunden- und bauteilspezifische Freigaben bleiben zusätzlich maßgebend.
Welche Nachweise sind vor einem Lieferantenaudit zu prüfen?
Zu prüfen sind Anforderungsweitergabe, Machbarkeit und Qualifizierung, Aufzeichnungen zu Almen-Intensität und Bedeckungsgrad, Strahlmittelkontrolle, Anlagenstatus, Personalqualifikation, Rückverfolgbarkeit, Abweichungsbeispiele, Änderungshistorie und ein repräsentativer Abschlussbericht.
Wie sind Almen-Intensität und Bedeckungsgrad zu bewerten?
Beide sind getrennt zu bewerten. Die Verifizierung der Almen-Intensität betrifft den qualifizierten Strahl unter dem anwendbaren Aufbau; die Bewertung des Bedeckungsgrades betrifft die festgelegte Bauteilfläche. Keines ersetzt Strahlmittelkontrolle, Bauteilvalidierung oder Endprüfung.
Sollte stets der preisgünstigste qualifizierte Lieferant gewählt werden?
Nicht automatisch. Erst nach Erfüllung aller technischen und freigabebezogenen Ausschlusskriterien sind gleichwertiger Umfang, Kapazität, Lieferbasis, Nachweise, Änderungsrisiko und Versorgungssicherheit zu vergleichen.
Wann sind Requalifizierung oder Kundeninformation erforderlich?
Das bestimmen maßgebende Spezifikation, Vertrag und freigegebener Änderungsplan. Änderungen an Standort, Anlage, Vorrichtung, Strahlmittel, Software, Prozessfolge, Werkstoff, Bauteilfamilie oder Abnahmemethode können eine Prüfung vor der Umsetzung erfordern.
Die wichtigsten Punkte
- Konkreten Standort, Umfang und Fertigungsweg qualifizieren, nicht nur den Firmennamen.
- Vertrag, erforderliche Freigabe, Prozessbeherrschung und Rückverfolgbarkeit als Ausschlusskriterien behandeln.
- Almen-Intensität, Bedeckungsgrad, Strahlmittelkontrolle, Bauteilabnahme und Validierung trennen.
- Neben Verfahren und Zertifikaten repräsentative Ausführungsnachweise prüfen.
- Gelenkte Wege für Abweichungen, Änderungen und Kundeninformation verlangen.
- Preis erst nach Abgleich von Umfang, Nachweisen, Kapazität und Risiko vergleichen.
Weiterführende Leitfäden von SP Center
- Verfestigungsstrahldienstleistungen beschaffen
- Was kostet Verfestigungsstrahlen?
- Verfestigungsstrahlen in der Luftfahrt: Dokumentation und Rückverfolgbarkeit
Technische Quellen
1. Performance Review Institute, Nadcap
2. Performance Review Institute, Nadcap und Qualified Manufacturers List
3. SAE ARP7488: Peening Design and Process Control Guidelines, issued January 2018
4. SAE AMS2430U: Shot Peening, revised April 2018
5. SAE J442_202602: Tools for Peening Intensity Determination and Verification, revised February 2026
6. SAE J443_202512: Procedures for Determining and Verifying Peening Intensity, revised December 2025
7. SAE J2277_202301: Shot Peening Coverage Determination, revised January 2023
Hinweis zu Normen: Maßgebend sind die vertraglich aufgerufenen Revisionen und kundenspezifischen Anforderungen.
Autor: Paweł Kmieć
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