Zerstörungsfreie Prüfungen NDT
Was sind zerstörungsfreie Prüfungen (NDT)?
Der Begriff zerstörungsfreie Prüfung NDT leitet sich aus dem Englischen „Non-Destructive Testing“ ab. Ziel der Durchführung zerstörungsfreier Prüfungen ist das Aufspüren von Oberflächen- und oberflächennahen Fehlern während der Qualitätskontrolle oder im Betriebsprozess.
Zerstörungsfreie Prüfungen finden unter anderem Anwendung in der Luftfahrt-, Automobil-, Rüstungs-, Petrochemie- und Maschinenbauindustrie sowie im Eisenbahnwesen und im Bauwesen. Zu den gängigsten Methoden der zerstörungsfreien Prüfung gehören: ET, RT, UT, MT, PT, VT, XRD, BNA. Dank NDT-Prüfungen können Materialfehler wie Poren, Blasen, Bindefehler, Wanddickenunterschreitungen, Delaminationen, Risse und Korrosion erkannt werden.
Während der NDT-Prüfung kommt es zu keinerlei Beschädigung der untersuchten Probe.
Der Vorteil der zerstörungsfreien Prüfung ist das Ausbleiben von Änderungen der Gebrauchseigenschaften der untersuchten Elemente.
Ultraschalluntersuchungen (UT)
Diese Untersuchungsmethode ermöglicht die Erkennung von Materialdiskontinuitäten im Inneren des Produkts. Die Prüfung beruht auf dem Einleiten von Ultraschallwellen in den Gegenstand, welche anschließend von jeglichen Diskontinuitäten, Fehlstellen in Schweiß-, Klebe- oder Lötverbindungen sowie von eventuellen Rissen reflektiert werden. Diese Art der Prüfung wird am häufigsten bei Metallen und deren Legierungen sowie bei Kunststoffen angewandt.
Visuelle Untersuchungen (VT)
Bei Sichtprüfungen werden optische Instrumente verwendet, die es ermöglichen, Unregelmäßigkeiten und Schwachstellen an der Außenseite von Produkten zu erkennen. VT-Prüfungen sind bei Gussstücken, Schweißverbindungen oder Stahlkonstruktionen obligatorisch vorgeschrieben. Die visuelle Methode ermöglicht die Erkennung von Oberflächen-, Durchgangs- und Schweißnahtdiskontinuitäten.
Radiografische Untersuchungen (RT)
Diese Art der Prüfung besteht darin, Gammastrahlen oder Röntgenstrahlen in den betreffenden Gegenstand einzuleiten. Nach der Registrierung des radiometrischen Bildes des Objekts werden die Untersuchungsergebnisse in Form eines Radiogramms abgerufen. Dies ist eine der effektivsten Formen der NDT-Prüfung, die es ermöglicht, Diskontinuitäten zu erkennen, die durch den Betrieb von Gegenständen und Konstruktionen entstanden sind. Radiografische Prüfungen (RT) werden sowohl bei Metallen und deren Legierungen als auch bei Nichtmetallen angewandt.
Penetrationstests (PT)
Diese Methode, auch als Farbeindringverfahren bekannt, besteht darin, Farbeindringmittel und fluoreszierende Flüssigkeiten auf das Objekt aufzutragen. Falls Oberflächen- oder Schweißnahtdiskontinuitäten oder Materialundichtigkeiten festgestellt werden, färbt sich die Flüssigkeit an der entsprechenden Stelle in einer bestimmten Farbe ab. Eindringprüfungen (PT) werden bei allen Metallen und deren Legierungen sowie bei Nichtmetallen angewandt.
Ultraschall-Dickenmessungen (UTT)
Zerstörungsfreie UTT-Prüfungen (Ultrasonic Thickness Testing) ermöglichen die Messung der Konstruktionsdicke eines Objekts oder Gegenstands unter Verwendung von longitudinalen Ultraschallwellen. Bei der Prüfung wird die Laufzeit der Ultraschallwelle durch das jeweilige Objekt gemessen, was es erlaubt, eventuelle Diskontinuitäten und Unregelmäßigkeiten auszuschließen oder zu bestätigen. Ultraschall-Dickenmessungen ermöglichen die Untersuchung der Dicke von Rohren, Blechen, Platten, Behältern, Rohrleitungswänden und vielem mehr.
Magnetpulverprüfung (MT)
Die Magnetpulverprüfung (MT) ermöglicht die Erkennung von Oberflächen- und oberflächennahen Diskontinuitäten. Diese Methode wird am häufigsten bei Materialien wie Kobalt, Nickel oder ferromagnetischen Stählen angewandt. Magnetpulverprüfungen bestehen darin, Gegenstände oder Konstruktionen mit einem Impuls-, Wechsel- oder Gleichmagnetfeld zu magnetisieren und anschließend unter Verwendung von Magnetpulvern den magnetischen Streufluss zu detektieren. Wenn das Magnetfeld einen solchen Streufluss aufweist, bedeutet dies die Entdeckung einer Unregelmäßigkeit im Material.
Wirbelstromprüfung (ET)
Die Wirbelstromprüfung (ET) wird bei elektrisch leitfähigen Materialien angewandt. Bei der Untersuchung wird das Phänomen der elektromagnetischen Induktion genutzt, wobei die Eindringtiefe der Wirbelströme hauptsächlich von der magnetischen Permeabilität, der elektrischen Leitfähigkeit des Materials, der Erregerfrequenz der Wirbelströme sowie von der Form und den Abmessungen des Gegenstands abhängt. Zerstörungsfreie ET-Prüfungen ermöglichen die Erkennung von Wanddickenverlusten, die infolge von Korrosion, Rissen, Deformationen oder Einschlüssen anderer Materialien in der untersuchten Oberfläche entstehen.
Andere zerstörungsfreie Prüfverfahren
Neben den oben genannten gehören zu den zerstörungsfreien Prüfungen auch Thermografieuntersuchungen, chemische Analysen, Dichtheitsprüfungen, Messungen der Ovalisierung und des Kriechens von Rohrleitungen, Ultraschallprüfungen nach der TOFD- (Time of Flight Diffraction) und Phased-Array-Methode sowie viele weitere.
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